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TRIO Service GmbH
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11. Wissenschaft im Bistro, 29. März 2012
Pressemitteilung
Wie viel Krach ertragen wir?
Leben im täglichen Lärm: „Wissenschaft im Bistro“ diskutiert über gesundheitliche Folgen, „leisere“ Städte und die Balance zwischen Lärm und Stille
29. März 2012, 19.30 Uhr Bonn gehört zu den lautesten Städten in Deutschland. Kann man sich an soviel Lärm gewöhnen? Wie reagieren Körper und Seele auf konstant hohe Dezibelzahlen? Wann wird der Schall zur Qual? Welche Wege gehen Ingenieure und Akustiker, um den Verkehr „leiser“, unsere Arbeits- und Lebenswelt ruhiger zu machen? Ist eine laute Gesellschaft der Preis für hohen Lebensstandard? Wie gelingt eine Balance zwischen Mobilität und Ruhe?
Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger mit Experten bei „Wissenschaft im Bistro“ am 29. März 2012 im Wissenschaftszentrum Bonn. Der Titel der 11. Ausgabe dieser Veranstaltungsreihe lautet: „Wie viel Krach ertragen wir? Leben im täglichen Lärm“. Der Eintritt ist frei.
Es diskutieren:
Professor Dr. Rainer Guski Umwelt- und Kognitionspsychologe, Ruhr-Universität Bochum
Professor Dr. Jürgen Hellbrück Gesundheitspsychologe, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Dipl.-Ing Thomas Myck Umweltbundesamt Dessau
Professorin Dr. Brigitte Schulte-Fortkamp Psychoakustik, Technische Universität Berlin
Weitere Angaben zu den Wissenschaftlern finden Sie weiter unten.
Zeit: Donnerstag 29. März, 2012, 19.30 Uhr (Beginn)
Bitte beachten Sie: Da das Platzangebot im Bistro begrenzt ist, werden ab 19.00 Uhr kostenlose Einlasskarten ausgegeben.
Ort: Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn-Bad Godesberg
Journalistinnen vom Trio MedienService führen durch den Abend.
Weitere Informationen: www.trio-medien.de
„Wissenschaft im Bistro“ ist eine Veranstaltungsreihe des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Wissenschaftsagentur Trio MedienService. Sie bringt seit 2007 Bürger und Wissenschaftler zusammen. Die Idee intensiver Gespräche in lockerer Runde entstand in Großbritannien.
Kontakt: Uschi Heidel, Trio MedienService, Tel.: 0228/932 53 59, Fax: 0228/180 16 63, E-Mail: heidel@trio-medien.de; www.trio-medien.de
Über die Experten:
Rainer Guski arbeitet als Umwelt- und Kognitionspsychologe an der Ruhr-Universität Bochum. Der Professor erforscht unter anderem, wie Umweltlärm die Bevölkerung beeinträchtigt und wie Urteile über Lärmbelästigung entstehen. Als wissenschaftlicher Leiter der Lärmwirkungsstudie NORAH befasst er sich besonders mit den Auswirkungen des Lärms vom Flug-, Schienen- und Straßenverkehr im Rhein-Main-Gebiet auf die Gesundheit und Lebensqualität der dort lebenden Menschen.
Jürgen Hellbrück ist Professor für Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitspsychologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Der Wissenschaftler geht der Frage nach, wie Geräusche unsere kognitiven Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben oder Überwachen von Vorgängen beeinflussen. Dabei untersucht er vor allem die Situation in Großraumbüros und Klassenzimmern.
Thomas Myck ist Diplom-Ingenieur beim Umweltbundesamt Dessau. Der studierte Luft- und Raumfahrttechniker entwickelt Strategien zur Lärmbekämpfung, etwa beim nächtlichen Fluglärm. Dabei ist für ihn klar, dass diese nur erfolgreich sein können, wenn die Öffentlichkeit umfassend beteiligt wird. Auch die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinden müssen erweitert werden. Brigitte Schulte-Fortkamp ist Professorin für Psychoakustik an der Technischen Universität Berlin. Sie erforscht im Rahmen von „Geräuschspaziergängen“, wie Menschen die Klänge ihre Umwelt empfinden. Die einen macht der Verkehrslärm aggressiv, andere nehmen ihn mit Blick ins Grüne kaum noch wahr. Aus dem Zusammenspiel von Schallmessung und subjektiver Lärmbewertung entsteht ein völlig neues Bild über die Geräuschbelastung vor Ort.
Wissenschaft im Bistro, April 2011Gefangen im Netz? Computer, Smartphones und Spielekonsolen beeinflussen unsere Kommunikation. Wie wirkt sich ein Leben „online“ auf das soziale Verhalten, die Gesellschaft, das Lernen und die Konzentration aus? Lässt die moderne Elektronik Schüler verdummen? Oder werden Gehirnprozesse durch den Einfluss von Computer und Co. schneller und effektiver? Und was bedeutet die Digitalisierung für das Lernen im Alter? Darüber diskutierten Bürgerinnen und Bürger lebhaft und engagiert mit Experten bei „Wissenschaft im Bistro“ am 13. April 2011 im Wissenschaftszentrum Bonn. Antworten auf die vielfältigen Fragen gaben: Dr. Florian Rehbein, Psychologe, Kriminologisches Institut Niedersachsen Prof. Dr. Bernd Schorb, Medienpädagoge, Universität Leipzig Prof. Dr. Caja Thimm, Medienwissenschaftlerin, Universität Bonn PD Dr. med. Bert Theodor te Wildt Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Suchtmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
Wissenschaft im Bistro, Oktober 2010

Zwischen Solidarität und Egoismus
Unser friedliches Miteinander beruhte lange auf Wohlstand und ständig steigendem Lebensstandard. Doch spätestens seit der Finanzkrise ist klar: Viele alte Gewissheiten greifen nicht mehr. Wie wird es weitergehen, wenn das Wachstum ausbleibt, wenn hartes Sparen in unsere persönliche Lebensplanung eingreift, wenn Gier und Geiz „geil“ sind?
Was bedeutet das für unser demokratisches Zusammenleben? Die krisenhaften Zeiten, in denen Arm und Reich immer stärker auseinanderdriften, erzeugen Angst und Misstrauen. Menschen ziehen sich zurück, manche suchen Halt in Religion oder Esoterik. Welche Weltbilder überzeugen heute? Gibt es tatsächlich einen Verfall der Werte? Kann die Krise auch Chance sein? Wie werden sich unser Alltag und unser Lebensgefühl dauerhaft verändern? Und ist es möglich, das erreichte Wohlstandsniveau dafür zu nutzen, neue gerechte Formen des Wirtschaftens und Lebens zu entwickeln?
Antworten auf diese Fragen diskutierten die vielen Bistrobesucher gemeinsam mit den vier Experten:
Professor Dr. Christoph Bochinger Religionswissenschaftler, Universität Bayreuth
Professor Dr. Rainer K. Silbereisen Entwicklungspsychologe, Universität Jena
Professor Dr. Berthold Vogel Soziologe, Universität Kassel und Hamburger Institut für Sozialforschung
Professor Dr. Andreas Zick Psychologe, Universität Bielefeld
Wissenschaft im Bistro, Mai 2010

Wie lösen wir die Energiefrage?
„Fahren in zehn Jahren nur noch Elektroautos lautlos durch die Straßen? Heizen wir bald mit Pellets und bauen unsere Häuser komplett um? Welche Ressourcen werden wir in Zukunft überhaupt nutzen? Die fossilen Energiequellen sind begrenzt. Lösungsvorschläge gibt es viele, doch die Unsicherheit ist groß. Nicht nur weil der Energiesektor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Unsere Zukunft hängt davon ab, wie die Menschheit künftig mit dem Thema Energie umgeht. Dabei spielt auch der Klimaschutz eine wichtige Rolle. Deutschland gilt als eines der Vorzeigeländer bei der Entwicklung neuer Technologien. Doch: Was werden sie uns kosten?
Im Zeitalter der Globalisierung sind Energiefragen auch Machtfragen: Versorgungssicherheit und Preiskampf lauten die Stichworte, die unser energiegeladenes Zeitalter bestimmen.
Jüngere und ältere Bistrobesucher nutzten wieder die Möglichkeit, ihre Fragen rund um das Thema Energie direkt den Expertinnen und Experten an ihrem Tisch zu stellen. „Wissenschaft im Bistro“ – der Treffpunkt von Forschung und Alltag – hatte zum 7. Mal eingeladen. Anders als bei Podiumsdiskussionen saßen die Fachleute mit den Besuchern in lockerer Atmosphäre bei Bier und Wein und diskutieren im kleinen Kreis. Mit dabei waren:
Dr. Matthias Basedau, Politikwissenschaftler am Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien Hamburg
Prof. Dr. Michael Brodmann, Direktor des Energie-Instituts, Fachhochschule Gelsenkirchen
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance
Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, Maschinenbauingenieur an der Ruhr-Universität Bochum
Wissenschaft im Bistro, Oktober 2009
Kritischer Blick auf die „kleinen Tyrannen”
„Es hat sich gelohnt, den Babysitter zu buchen! Eine tolle Veranstaltung mit sehr unterschiedlichen Experten.“ Die Begeisterung dieser Mutter zeigte, dass Trio Medien mit seinem „6. Wissenschaft im Bistro“ wieder ein Thema gewählt hatte, das ankam. „Kleine Tyrannen“ standen im Mittelpunkt des Abends. Bis auf den letzten Platz war das Bistro gefüllt. Intensiv und engagiert diskutierten Eltern, Erzieher, Lehrer, Schüler und Psychologen mit vier ausgewiesenen Expertinnen und Experten über die Frage „Wen erziehen wir eigentlich?“
Die Verunsicherung unter Eltern ist groß, die Ratgeberliteratur längst nicht mehr überschaubar. So war das Spektrum der Fragen, die den Bistrobesuchern auf den Nägeln brannten, weit gespannt: Von Betreuung über Autorität und Toleranz bis hin zur besseren Ausbildung der Erzieherinnen.
Das Kind, nicht die Institution, gehört ins Zentrum einer Bildung, die für das Leben in der postmodernen Gesellschaft fit macht, sagte der renommierte Kindheits- und Familienforscher Wassilios E. Fthenakis von der Universität Bozen. „Jedes Kind hat Kompetenzen. Auf diese muss sich Bildung konzentrieren, nicht auf die Schwächen.“
Gerade Kinder aus Migrantenfamilien stehen unter verstärktem Druck. Zu den üblichen Erziehungskonflikten zwischen Eltern und Kindern kommen interkulturelle Spannungen hinzu, erläuterte Privatdozent Haci-Halil Uslucan von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Der Psychologe und Migrationsforscher verdeutlichte, dass die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit der von deutschen Familien der Unterschicht vergleichbar ist.
„Erziehung findet im Elternhaus, Bildung in der Schule statt“, betonte die Bildungsforscherin Professorin Gisela Miller-Kipp von der Universität Düsseldorf. Sie hat beim Blick durch die Epochen festgestellt, dass Kindheit und Jugend gesellschaftliche Konstrukte sind.
Schließlich ermutigte Professor Axel Schölmerich zu mehr Gelassenheit in der Erziehung. Seit klar ist, welche Rolle frühe Förderung für die späteren Entwicklungs- und Lebenschancen spielt, fühlen sich immer mehr Eltern überfordert. Sie wollen alle Möglichkeiten für ihre Kinder nutzen, um bloß nichts zu verpassen. Der Entwicklungspsychologe von der Universität Bochum erinnerte die Bistrobesucher aber daran, auch auf die Persönlichkeit des Kindes zu vertrauen.
Wissenschaft im Bistro, April 2009
Ist der Bauch der bessere Kopf? – wie Menschen entscheiden
Die Entscheidung, ins 5. „Wissenschaft im Bistro“ zu kommen, fiel offenbar nicht schwer: Kaum war das Bistro geöffnet, strömten die Besucher ins Wissenschaftszentrum, und nicht jeder der über 100 Interessierten konnte einen Stuhl ergattern. „Ist der Bauch der bessere Kopf? – wie Menschen entscheiden“: Zu diesem Thema wollten die Bürgerinnen und Bürger von den vier Experten aus Psychologie und Medizin mehr erfahren. Wie treffe ich eine gute Entscheidung? Wann ist vor allem der Kopf gefragt? Entscheiden ältere Menschen anders als jüngere? Welche Rolle spielen die Gefühle?
In 90 Minuten voll dichter Gespräche und lebhafter Diskussionen erhielten die Besucher kompetente Antworten und gelangten zu manch überraschender Erkenntnis. So ist es beispielsweise möglich, intuitives Urteilen und Entscheiden zu trainieren. Oder: Viele Menschen sind mit ihren Entscheidungen besonders dann zufrieden, wenn sie nicht allzu viel überlegt haben. Geht es etwa um Werte und moralisches Urteilen, geben die Emotionen, nicht der kühle Verstand, den Ausschlag.
Wie bei „Wissenschaft im Bistro“ üblich, konnten sich die Besucher unmittelbar mit den Experten austauschen. Diese saßen direkt an den Tischen und brachten Licht in das Verhältnis von Kopf und Bauch:
Dr. Cornelia Betsch, Psychologin, Universität Erfurt
Dr. Andreas Glöckner, Leiter der Forschungsgruppe Intuitive Experts, Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern Bonn
Prof. Dr. Henning Plessner, Sozialpsychologe, Universität Leipzig
Prof. Dr. Hendrik Walter, Direktor der Abteilung für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Bonn
Wissenschaft im Bistro, Oktober 2008

Sind normale Arbeitsverhältnisse in Zukunft die Ausnahme?
BONN. Tausende fehlende Ausbildungsplätze und katastrophale Arbeitslosenzahlen bestimmen seit Jahren die Nachrichten über den deutschen Arbeitsmarkt. Alles nur Panikmache? Oder muss sich die Bundesrepublik wirklich auf neue Konzepte einstellen?
"Die Bedingungen haben sich grundlegend verändert", bemerkte Isabell Lisberg-Haag vom Trio Medien Service zu Anfang des 4. "Wissenschaft im Bistro"-Abends des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. "Ist Arbeit wirklich alles?" war der Titel der Veranstaltung in der zum Bistro umfunktionierten Kantine des Wissenschaftszentrums. Vier Experten präsentierten in knappen Statements ihre Forschungsbereiche und stellten sich dann in gemütlicher Runde den Fragen ihrer Gäste. Martin Booms, Philosoph an der Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur, konzentrierte seinen Blick auf die soziale Bedeutung von Arbeit. "Arbeitslose haben nicht nur wenig Geld, sie haben auch ein Problem in der Gesellschaft. Eigenarbeit ist noch immer schwer zu definieren", sagte Booms. Werner Eichhorst, Politologe am Institut zur Zukunft der Arbeit, warf in seiner Runde einen Blick auf vollzogene und kommende Veränderungen. "Deutschland befindet sich im Umbruch. Arbeitszeiten werden immer flexibler, die Anforderungen steigen. Wie werden die Arbeitsmodelle der Zukunft aussehen?", lautete sein zentraler Diskussionsbeitrag. Sollte gar ein Grundeinkommen eingerichtet werden, wie es viele Politiker fordern? "Ich fürchte, es wäre zum einen kaum bezahlbar, zum anderen würde es erhebliche soziale Zerwürfnisse hervorrufen", meinte Eichhorst hierzu. Die Zukunft aus demografischer Sicht beleuchtete die Ökonomin Nicola Hülskamp vom Institut der deutschen Wirtschaft. "Wir haben keine Bevölkerungspyramide mehr, sondern einen Baum. Die Zeiten mit ausreichend Arbeitskräften sind vorbei", glaubte sie. Professor Klaus F. Zimmermann, Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit in Bonn, prophezeite ein größeres Zusammenwachsen von Freizeit und Arbeit. "Arbeit macht Spaß! Warum nicht mehr davon?" Normale Arbeitsverhältnisse seien vielleicht ein Ausreißer der Geschichte, lautete seine provokante These.
Frank Auffenberg (General-Anzeiger Bonn, 28.10.2008)
"Ich war schon zu mehreren Bistro-Abenden hier. Auch dieses Mal wieder sehr informativ."
"Ein sehr anregender, lebendiger Abend - weiter so!"
Wissenschaft im Bistro, April 2008
Keine Angst vor Lebensmitteln !
Viele Besucher beim 3. Wissenschaft im Bistro
Ernährung bestimmt das tägliche Leben und ist zentral für Wohlbefinden und Gesundheit. Rund 120 Bonner Bürger und Bürgerinnen nutzten die Chance, mit vier Experten über die drängende Frage „Und was essen wir morgen?“ zu diskutieren. Dabei war das Spektrum der Themen, die in der lockeren Bistro-Atmosphäre angesprochen wurden, sehr vielfältig. Professor Peter Stehle, Ernährungswissenschaftler an Universität Bonn, erläuterte, dass die Angst vor Lebensmitteln etwas typisch Deutsches sei und angesichts der hohen Sicherheit heutiger Nahrungsmittel übertrieben. Er räumte auch mit dem Mythos auf, der Kopfsalat aus dem Bioladen sei besser als der aus dem Discounter. Aus ernährungsphysiologischer Sicht sehe er keinen Qualitätsunterschied.
Wer sein Gewicht erfolgreich halten will, sollte das tägliche Frühstück schätzen, sich genügend bewegen und sich persönlichen Spielraum für „verbotene“ Nahrungsmittel wie etwa Schokolade gönnen – das verdeutlichte Privatdozent Dr. Thomas Ellrott. Der Ernährungspsychologe von der Universität Göttingen hat viel über Erfolg und Misserfolg von Diäten geforscht und warnt vor Extremen. Und noch eines erfuhren die Bistro-Besucher im Wissenschaftszentrum: Wer seinen Kinder Cola und Pommes verbietet, schafft erst Recht die Grundlage für übermäßigen Konsum von Fast Food. Nicht Verbot sondern Vorbild ohne Besserwisserei bringt Erfolg.
Ein weiteres Thema bewegte die Bürger: Die Kennzeichnungen auf Lebensmitteln. Wer blickt da noch durch? Etwas Licht in den Zahlen- und Abkürzungs-Dschungel brachte Professorin Ingrid-Ute Leonhäuser, Ökotrophologin an der Universität Gießen.
Nicht weniger spannend war die Diskussion um Pro und Contra von Bioprodukten und insbesondere von Functional Food wie beispielsweise Jogurt mit speziellen Kulturen. Hierzu stellte sich Dr. Bernhard Watzl, Ernährungsphysiologe am Max Rubner-Institut Karlsruhe, den vielen Fragen der Bistro-Besucher.
Impressionen von der Veranstaltung finden Sie hier! Das 4. Wissenschaft im Bistro findet im Herbst statt. Informationen finden Sie rechtzeitig auf unserer Homepage. Wenn Sie persönlich informiert werden wollen, abonnieren Sie bitte den Trio-Newsletter.
Wissenschaft im Bistro, Oktober 2007
Spannend, vielfältig, informativ – ein gelungener Dialog
Lebhafte Diskussionen zum Thema „Zivilcourage“
Weitere Veranstaltungen 2008
Zivilcourage ist lernbar. Wissen und eingespielte Handlungsmuster bilden dabei wichtige Voraussetzungen. Wer Zivilcourage zeigt, fühlt sich besser, sein Selbstbewusstsein steigt. Das sind einige der vielen Erkenntnisse, die die Besucher des 2. „Wissenschaft im Bistro“ nach einem Abend voll lebhafter und inspirierender Diskussionen mit nach Hause nahmen. Erneut hatte Trio Medien im Auftrag des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ausgewiesene Expertinnen und Experten zu einem spannenden Thema ins Bonner Wissenschaftszentrum eingeladen, um direkt mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Schauen Sie auch weg? Warum fällt uns Zivilcourage so schwer? – darum ging es an den Bistrotischen. Rege nutzten die Bürger die Chance, ihre Fragen und Anmerkungen im unmittelbaren Austausch los zu werden, schließlich saßen die Fachleute direkt neben ihnen. Außerdem konnten die Besucher jederzeit ihren Platz wechseln und sich einer weiteren der fünf Tischrunden, die sich um die Experten gebildet hatten, anschließen. ...mehr
Impressionen finden Sie hier...
Stimmen:
„Was in Talk-Shows praktisch nie stattfindet, konnte hier live und sorgfältig organisiert erlebt werden: Der Dialog zwischen Wissenschaftlern und Bürgern über entscheidende Fragen der Zivilgesellschaft.“
„Ich war sehr begeistert!“
„...sehr informative und angenehme Veranstaltung“
„Die Vielfalt der einzelnen Themen, die Beiträge der Experten und die angeregte Diskussion haben mich begeistert und mir gut getan.“
„ein überaus interessanter Abend!“
„Sehr spannend – ich hätte fünfmal soviel Zeit gebraucht, um an jedem Tisch der ganzen Diskussion folgen zu können.“
Wenn Sie über weitere Veranstaltungen von „Wissenschaft im Bistro“ informiert werden wollen, mailen Sie bitte an: info@trio-medien.de
Aus der Presse:
Gegen die Kultur des Wegschauens Psychologie Das Veranstaltungsformat „Wissenschaft im Bistro“ befasste sich diesmal mit dem Thema Zivilcourage
Bonn. Es geht nun schon eine ganze Zeit lang: Drei junge Männer piesacken einen dunkelhäutigen Herren. Sie zerren an seiner Jacke und beschimpfen ihn mit ausländerfeindlichen Sprüchen. Keiner in der U-Bahn schreitet ein. Szenen wie diese geschehen häufig – auf dem Schulhof, am Arbeitsplatz oder als häusliche Gewalt. „Schauen Sie auch weg?“ lautete kürzlich eine Veranstaltung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft im Bonner Wissenschaftszentrum. Im Zentrum stand die Frage, warum Zivilcourage so schwer fällt.
Die Agentur „Trio MedienService“ hatte dazu einen Abend „Wissenschaft im Bistro“ organisiert. Dabei handelt es sich um ein neues Veranstaltungsformat. Das Publikum der öffentlichen Veranstaltung diskutierte interessiert mit den Wissenschaftlern in entspannter Atmosphäre an den Bistro-Tischchen in der umfunktionierten Kantine des Wissenschaftszentrums.
Generalanzeiger Bonn, 16.10.2007
Wissenschaft im Bistro, März 2007
Erfolgreiche Premiere im Wissenschaftszentrum Bonn
Pressestimmen:
General Anzeiger Bonn, 20.03.2007
BONN. Gedämpftes Licht, Bistrotische, geschwungene Stühle und Snacks. Wissenschaft findet normalerweise an anderen Orten statt - etwa in Labors oder Bibliotheken. Diesmal nicht. "Wissenschaft im Bistro" heißt ein neues Veranstaltungsformat, das der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mithilfe des Trio Medien Service aus der Taufe gehoben hat. Dafür ist kurzerhand die Kantine des Bonner Wissenschaftszentrums zur Kneipe nach französischem Vorbild umfunktioniert worden.
Die Gäste sitzen in Kleingruppen an runden Tischen. Jeweils ein Experte ist Ansprechpartner in den Diskussionsrunden. Hochbetrieb, rund 50 Gäste sind gekommen und unterhalten sich angeregt. Zwischen den Tischen ein Kommen und Gehen - jeder kann auch in die Foren an den anderen Tischen hineinhören und mitreden.
"Dumme Jungs?!" lautete der provokative Titel des ersten Diskussionsabends. Pädagogen beobachten, dass Jungen immer mehr Schwierigkeiten in Schule und Freizeit haben. Oft stören sie, halten sich nicht an Regeln, bleiben in ihren Leistungen hinter den Mädchen zurück. "Der Hauptschulabschluss ist eher männlich, dass Abitur vorwiegend weiblich", bringt Ulrich Boldt, Pädagoge an der Uni Bielefeld, die Fakten auf den Punkt.
Autor: Johannes Seiler
Neue Ruhr/Rhein Zeitung, 25.3.2007
Alltagsprobleme mit Experten auf gleicher Augenhöhe erörtern, am runden Tisch bei einem Glas Saft oder auch einem Bierchen: Das ist „Wissenschaft im Bistro“, wie sie jetzt der Stifterverband in Deutschland einführt, erst einmal in seinem „Wissenschaftszentrum“ in Bonn. Wenn auch noch das Thema stimmt, ist die Kneipe, pardon: das Bistro, voll. So war´s jetzt bei der provozierenden Frage „Dumme Jungs!?“: In der Hauptschule sind mehr Jungen als Mädchen, in der Uni ist es umgekehrt. Junge Frauen gehen in „Männerberufe“, werden Ingenieure und Polizisten.; umgekehrt finden Männer schwerer den Berufsweg zum Hausmann, Kindergärtner oder Grundschullehrer. Brauchen wir „Quotenmänner“ in einzelnen Berufsfeldern? Mehr als hundert Gäste diskutierten darüber in Bonn mit dem Münsteraner Sportprofessor Nils Neuber und dem Bielfelder Pädagogen Ulrich Boldt einen ganzen langen Abend – ohne eindeutige Klärung, vielmehr aus unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkeln.
Die Veranstaltungsform ohne Mikro, im fast persönlichen Gespräch mit wechselnden Tischnachbarn und Fachleuten stammt aus England und ist als „Café scientifique“ auch schon in Frankreich ein Erfolg. „Schon der äußere Rahmen lädt alle Teilnehmer dazu ein, einander zuzuhören und sich zwanglos in die Diskussion einzubringen“, fasste Heinz Rüdiger Grunewald vom Stifterverband die gelungene Auftaktveranstaltung zusammen.
Autor: Hermann Horstkotte
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