Wissenschaft im Bistro
Engagiert und konzentriert war die Atmosphäre – das Thema treibt viele um. Unsicherheit und Angst halten oft davon ab, einzugreifen. „Die Angst bleibt, aber man kann lernen, mit ihr um zu gehen und dann angemessen zu handeln. Kleine Schritte, nicht Heldentaten sind gefragt“, sagte Veronika Brandstätter-Morawietz von der Universität Zürich. Die Motivationspsychologin hat ein Zivilcourage-Training für Erwachsene entwickelt, ebenso Kai Jonas, Sozialpsychologe an der Universität Jena. Dass Zivilcourage auch in scheinbar gewaltfreien Bereichen wie am Arbeitsplatz gefragt ist, diskutierten zahlreiche Bistrobesucher mit dem Politikwissenschaftler Gerd Meyer von der Universität Tübingen. Wie unterschiedlich Männer und Frauen Diskriminierung und Bedrohung wahrnehmen und wie unterschiedlich sie darauf reagieren, beschäftigte die Gäste im Gespräch mit Brigitte Scheele, Psychologin an der Universität Köln. Intensiv und lebhaft auch die Diskussionen am Tisch von Ulrich Dovermann. Der Leiter der Projektgruppe „Rechtsextremismus“ bei der Bundeszentrale für Politische Bildung in Bonn setzt auf Überraschungseffekte beim zivilcouragierten Handeln.
Das 2. „Wissenschaft im Bistro“ war ein gelungener Dialog zwischen Bürgern und Wissenschaftlern. Auch 2008 wird „Wissenschaft im Bistro“ die Öffentlichkeit wieder zu spannenden und drängenden Themen einladen.
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